Worauf verlässt du dich?

Worauf verlässt du dich?

Verlasse dich nicht auf eigene Errungenschaften!

Letzte Woche hat Daniel über den Text in Phil. 2, 19-29 gepredigt und uns eine Checkliste ans Herz gelegt. Erinnerst du dich noch an alle 5 Punkte?

 Zur Checkliste

Der heutige Text ist eine Fortsetzung dieses Themas. In Phil. 3, 1-11 zeigt Paulus ganz praktisch, wie wenig Sinn es macht, sich auf das eigene “Fleisch” (Errungenschaften) zu verlassen.

Paulus bezieht sich auf eine Gruppe von Juden, die der Meinung waren, dass Gott sie nur auf der Basis von Werken und nicht allein auf der Basis von Jesu’ Opfer am Kreuz annimmt und errettet. Also haben diese Leute geglaubt, dass Jesu’ Tod am Kreuz nicht ausreicht, um uns zu retten. Das Neue Testament zeigt jedoch ganz klar auf, dass wir als Menschen nichts dazu tun können, um von Gott errettet zu werden.

Um dies zu unterstreichen schildert Paulus seinen eigenen Lebenslauf und zeigt damit die Sinnlosigkeit und Nutzlosigkeit eines Christseins auf der Basis von eigenen Werken.

Paulus’ frühere Errungenschaften (Phil. 3, 1-6)

Paulus beginnt den Abschnitt interessanterweise mit einer energischen Warnung. Er benutzt harte Worte, um zu zeigen, wie ernst die Situation ist. Das soll die Philipper aufhorchen lassen! Er spricht von Hunden, bösen Arbeitern und falschen Lehrern, die die Philipper “zerschneiden” bzw. verstümmeln wollen. Wen meint Paulus damit?

Es handelt sich um eine Gruppe von Juden, die von Heidenchristen verlangten, sich beschneiden zu lassen, um “richtige Christen” zu sein. Sie verunsicherten die Leute und behaupteten, dass sie die Beschneidung durchführen und alle Gesetze Mose halten müssten, um errettet zu sein. Und das, obwohl sich die Gemeindeleiter in Jerusalem schon im Vorfeld gegen die Beschneidung als “Zeichen” eines echten Christen entschieden hatten (Apg. 15, 29). Aber warum listet Paulus jetzt im Folgenden seinen religiösen Lebenslauf bzw. seine gesamten früheren Errungenschaften auf?

Paulus’ aktuelle Errungenschaften (Phil. 3, 7-11)

Paulus malt den Lesern vor Augen, was passiert ist, bevor er Jesus kennen gelernt hat. Er zeigt seinen makellosen Lebenslauf und stellt fest, dass er nicht einmal damit vor Gott bestehen kann!

Seine Erzählung ähnelt dem Abschnitt in Phil. 2, 5-11: Wie Jesus, der die Herrlichkeit des Vaters verlassen hat, um auf diese Erde zu kommen, hat auch Paulus alle Errungenschaften aus seiner Vergangenheit verloren bzw. abgelegt. Paulus ist Christ geworden und hat alles verloren, was ihm wichtig war. Jetzt erachtet er diese Dinge als Dreck und Kot. Kannst du so etwas über die Dinge sagen, die dir wichtig sind?

Gibt es für dich etwas Wichtigeres als Jesus? Ist Jesus wirklich alles für dich?

Bist du ein echter Christ, ein wahrer Nachfolger Jesu?

Warum wählt Paulus hier so harte Worte?

Wir stehen immer wieder in der Gefahr, uns mehr auf unser Bankkonto, unseren Job, unsere Bildung, die Gemeinde, den Pastor, unseren Hauskreis usw. zu verlassen – anstatt unsere Sicherheit für unser Leben und darüber hinaus allein in Jesus zu suchen.

Oftmals sind wir so besessen und jagen dem Wind nach, anstatt Jesus an die erste Stelle zu stellen.

Paulus streckt sich nach Jesus aus und will Ihn mit allem, was er hat verkündigen.

Worauf verlässt du dich? Gibt es Dinge in deinem Leben, die dir vermeintlich mehr Sicherheit geben, als Jesus?

Nichts anderes kann dich so erfüllen, wie die Freude am Herrn.

Erfreue dich an Gott und nicht an deinen eigenen Errungenschaften! Verlass dich nicht auf deine Leistung, sondern auf die Sicherheit in Jesus und seinem Opfer für dich!


Dieser Blogartikel ist eine Zusammenfassung der Predigt „Verlasse dich nicht auf eigene Errungenschaften!“ über Philipper 3, 1-11 (19.03.2017) von Asaf Augusto. Du kannst sie hier nachhören.